Dieser Artikel setzt sich aus drei gedanklichen Schritten und Reflexionen der Forschungslage zusammen: In der Klimaforschung erweisen sich Szenarien, die wir lange für gesetzt hielten (RCP8.5), als methodisch von Anfang an auf Extremsituationen ausgelegt, die heute eher unplausibel erscheinen. Hinzu tritt eine wachsende Erkenntnis, dass natürliche Potenziale über stärkere Regulationsmöglichkeiten verfügt, als dies in den Klimamodellen des letzten Jahrzehnts parametrisiert wurde. Die geoökologische Konsequenz: Wenn das Potenzial für eine „Klimakatastrophe“ (4-5 Grad) durch realistischere Pfade und stärkere natürliche Senken an Schrecken verliert, wird der Fokus frei für eine geoökologische Revitalisierung, um das Resilienz- und Regulationssystem der Geobiosphäre stärker als bisher zu reaktivieren. Die Zukunft liegt nicht in der Kontrolle der Luft, sondern in der Ehrfurcht vor der Komplexität der Erde. - Unsere Zukunft liegt in der Ehrfurcht vor der Komplexität der Erde.