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Neue Tafel am Katzenbuckel

von Michael Hahl

Seit diesem Monat wird der Naturpark-Pfad „Weg der Kristalle“ auf dem Katzenbuckel von einer neuen Tafel bereichert. „Steinbruch am Gaffstein“ lautet der Titel des Tafeltextes. Die Station ermöglicht einen Blick in den aufgelassenen Gaffsteinbruch, der seit 1922 bis etwa 1934 betrieben wurde. Bereits in den 1920er Jahren wurde dabei ein mächtiger Felsen, der Gaffstein, vollständig abgetragen. Bekannter ist der bis 1974 betriebene Steinbruch am Michelsberg, der heute mit seinem See und den Felswänden die Landschaft am Waldbrunner Vulkanrelikt noch abwechslungsreicher macht.

 

Die neue Tafel am Gaffsteinbruch thematisiert in der gebotenen Kürze nicht nur die Steinbruchgeschichte, sondern gibt auch Aufschluss zum Gesteinsvorkommen. Geologisch handelt es sich beim Katzenbuckel-Gestein, das aus zwei magmatischen Schüben hervorging, nicht um Basalt, wie man oft liest, sondern um Phonolith und Syenit. Interessant ist dazu auch die Tafel-Illustration, die anschaulich zeigen kann, welche Gesteine in den beiden Steinbrüchen abgebaut wurden; am Standort der Tafel war es der Phonolith, der, mit alter Namensführung, auch Sanidin-Nephelinit genannt wurde.

 

Fachlich und textlich bearbeitet wurde die Tafel von Michael Hahl, Projektbüro proreg, im Auftrag der Gemeinde Waldbrunn; er entwickelte auch die Bildvorlage, die von der Naturpark-Grafikerin Gabriele Henn umgesetzt wurde. Auf einer Geo-Exkursion am Sonntag, 15. Juli, wurde die neue Katzenbuckel-Tafel allen Interessierten vorgestellt.

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